Alfred Schütz
Leben und Werk
- 13. April 1899
in Wien, Österreich-Ungarn - 20. Mai 1959
- 4. Generation
Stationen
- 1917Notmatura, Esterhazy-Gymnasium
Reifezeugnis im Kriegsjahr 1917, vor dem Einrücken zur Artillerie an der italienischen Front.
- 1918–1921Rechts- und Sozialwissenschaften, Universität Wien
Studium der Jurisprudenz, Ökonomie und Soziologie bei Wieser, Mises, Kelsen und Kaufmann.
- 1921Dr. iur., Universität Wien
Promotion mit Hans Kelsen als Hauptprüfer; als Kriegsteilnehmer von der Dissertationspflicht befreit.
- 1921–1927Sekretär der Österreichischen Bankenvereinigung
Brotberuf parallel zum Aufstieg in den Wiener Diskussionszirkeln.
- 1927–1938Prokurist und Chefjurist bei Reitler & Co.
Leitende Position in der Wiener Privatbank mit internationalem Geschäft. Husserls Diktum dazu: Bankier bei Tag, Philosoph bei Nacht.
- 1938–1939Rechtsberater bei der Pariser Reitler-Filiale
Erste Exilstation nach dem Anschluss und der nationalsozialistischen Übernahme der Wiener Bank.
- 1939–1952Counsel bei Reitler & Co., New York
Ankunft am 14. Juli 1939; Fortsetzung der bankjuristischen Tätigkeit parallel zur akademischen Karriere.
- 1943–1944Lehrbeauftragter, New School for Social Research
Beginn der akademischen Karriere an der University in Exile mit Soziologie- und Philosophie-Lehre.
- 1944–1952Visiting Professor, New School for Social Research
Ausbau der Lehre an der Graduate Faculty bei fortgesetzter Banktätigkeit.
- 1952–1959Ordinarius für Soziologie und Sozialpsychologie, New School
Voll-Professur und Vorsitz des Philosophischen Departments; Aufgabe der Banktätigkeit.
- 1959Tod in New York
Stirbt am 20. Mai 1959, das Lebenswelt-Hauptwerk unvollendet.
Beeinflussungen
- 1918–1921
Akademischer Lehrer in der Nationalökonomie an der Universität Wien während des Studiums.
- 1918–1934
Lehrer im Studium und prägender Diskussionsleiter im Privatseminar; vermittelte Schütz die Brücke von der Grenznutzenökonomie zur Handlungstheorie.
- 1918–1921
Wissenschaftstheoretischer Lehrer im Studium; später langjähriger Mitstreiter im Mises-Privatseminar und Geistkreis sowie phänomenologischer Mitarbeiter.
- 1921–1921Hans Kelsen(1881–1973) · Wiener Rechtstheorie
Kelsen war Hauptprüfer bei der Promotion zum Dr. iur. 1921; Schütz war als Kriegsteilnehmer von der Dissertation befreit.
- 1932–1938Edmund Husserl
Korrespondenz und wiederholte Besuche in Freiburg 1932–1937; Husserl bot Schütz eine Assistentenstelle an, die dieser aus familiären Gründen ablehnte.
Alfred Schütz im Kontext der gesamten Schule: fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
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Aufsätze, Rezensionen, Vorträge
- APA
- Alfred Schütz. (o. D.). Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 17. Oktober 2026, von https://mises.at/alfred-schuetz
- Chicago
- “Alfred Schütz.” o. D. Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 17. Oktober 2026. https://mises.at/alfred-schuetz.
- Deutsche historische Zitierweise
- Alfred Schütz, herausgegeben von mises.at und scholarium, https://mises.at/alfred-schuetz (abgerufen am 17. Oktober 2026).
