Eric Voegelin
Leben und Werk
- 3. Januar 1901
- 19. Januar 1985
- 4. Generation
Stationen
- 1910Umzug der Familie von Köln nach Wien
Der neunjährige Voegelin zieht mit seinen Eltern nach Wien und besucht dort das Realgymnasium.
- 1919–1922Studium an der Universität Wien
Studium der Staats- und Gesellschaftslehre an der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät.
- 1922Promotion zum Dr. rer. pol.
Dissertation „Wechselwirkung und Gezweiung. Eine methodenkritische Untersuchung" bei Hans Kelsen und Othmar Spann.
- 1924–1926Studienjahre in den Vereinigten Staaten
Studienaufenthalte an Columbia, Harvard, University of Wisconsin und Yale; Begegnungen mit John Dewey, Alfred N. Whitehead und John R. Commons.
- 1928Habilitation an der Universität Wien
Habilitationsschrift „Über die Form des amerikanischen Geistes".
- 1929–1938Privatdozent, ab 1936 Assistenzprofessor
Lehre für Staatslehre und Soziologie; 1936 Assistenzprofessor und wissenschaftlicher Assistent bei Hans Kelsen.
- 1938Flucht nach dem Anschluss
Nach der Entlassung von der Universität entgeht Voegelin knapp der Gestapo, flieht über die Schweiz und gelangt in die USA.
- 1939–1942Erste US-Stationen
Harvard Fellow (1939), Assistant Professor an Bennington College und der University of Alabama.
- 1942–1958Louisiana State University
Zunächst Visiting Professor, ab 1946 Full Professor am Department of Government der LSU.
- 1944US-Staatsbürgerschaft
Voegelin und seine Frau Lissy erhalten 1944 die amerikanische Staatsbürgerschaft.
- 1958–1968Lehrstuhl Max Webers an der LMU München
Voegelin übernimmt den seit 1920 vakanten Max-Weber-Lehrstuhl und gründet das Institut für Politische Wissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
- 1969–1985Hoover Institution, Stanford University
Rückkehr in die USA als Henry Salvatori Distinguished Scholar (1969 bis 1974), danach Senior Research Fellow an der Hoover Institution bis zum Tod 1985.
- 1985Tod in Palo Alto
Voegelin stirbt am 19. Januar 1985 in Palo Alto, Kalifornien.
Beeinflussungen
- 1919–1922Hans Kelsen(1881–1973) · Wiener Rechtstheorie
Kelsen betreute zusammen mit Othmar Spann Voegelins Dissertation „Wechselwirkung und Gezweiung" (1922).[3]
- 1919–1922Othmar Spann(1878–1950) · Universalismus
Spann war neben Kelsen Betreuer der Dissertation Voegelins.[3]
- 1928Hans Kelsen(1881–1973) · Wiener Rechtstheorie
Voegelin habilitierte sich 1928 im Umfeld Kelsens; ab 1936 war er dessen Assistenzprofessor und wissenschaftlicher Assistent für Verfassungs- und Verwaltungsrecht.[4]
- 1934–1964Leo Strauss(1899–1973) · Politische Philosophie
Briefwechsel zwischen Voegelin und Strauss von 1934 bis 1964 über das Verhältnis von Glauben und Wissen.[1]
- —Max Weber(1864–1920) · Heidelberger Schule
Voegelin verstand sich als Schüler Webers in der Tradition wertfreier Wissenschaft; 1958 übernahm er Webers früheren Lehrstuhl an der LMU München.[5]
Eric Voegelin im Kontext der gesamten Schule: fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
Im Stammbaum anzeigen →QUELLEN ZU STATIONEN UND BEZIEHUNGEN10 Belege · 2 Quellen
- [1]Glaube und Wissen: Briefwechsel Voegelin–Strauss 1934–1964 (Fink 2010)
- [2]Faith and Political Philosophy: Strauss–Voegelin Correspondence 1934–1964 (Penn State 1993)
Die Bücher
Aufsätze, Rezensionen, Vorträge
- APA
- Eric Voegelin. (o. D.). Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 17. Oktober 2026, von https://mises.at/eric-voegelin
- Chicago
- “Eric Voegelin.” o. D. Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 17. Oktober 2026. https://mises.at/eric-voegelin.
- Deutsche historische Zitierweise
- Eric Voegelin, herausgegeben von mises.at und scholarium, https://mises.at/eric-voegelin (abgerufen am 17. Oktober 2026).
