FOLIO I · DENKER · GEN. 02 · N° 040

Hermann Schwarzwald

Werke
2
Artikel
5
Generation
2.
Porträt von Hermann SchwarzwaldPorträt von Hermann Schwarzwald: Hermann Schwarzwald (früheres Portrait) (1903)
FOL. 02 · N° 040 · Hermann Schwarzwald
BIOGRAPHIE

Leben und Werk

Hermann Schwarzwald wurde als Sohn jüdischer Eltern im Kronland Bukowina geboren und studierte an den Universitäten von Czernowitz und Wien Rechtswissenschaft; 1893 wurde er zum Dr. jur. promoviert. Nach Absolvierung der Gerichtspraxis in Czernowitz war der Menger-Schüler zunächst im Handelsmuseum in Wien und in der handelspolitischen Sektion des Handelsministeriums tätig. 1917 wechselte Schwarzwald ins Finanzministerium, wo er von 1919 bis 1924 die Leitung der Kredit- und Währungssektion innehatte. Schwarzwald war einer der Mitbegründer der Notenbank. Daneben wurde er 1918 stellvertretender Direktor des Vereins mährischer Zuckerfabriken in Olmütz und Wien. Nach seiner Pensionierung war er 1924 und 1925 Generalrat und Präsident der Anglo-Austrian-Bank in Wien. Danach nahm er bis 1929 Verwaltungsrats-Mandate verschiedener Banken und Industrieunternehmen wahr. Seit 1931 war er in Preßburg auch Direktor der Dynamit Nobel AG. Zudem verfasster er mehrere währungs- und wirtschaftspolitische Schriften. Mit seiner Frau Eugenie, Pädagogin und Pionierin in der Mädchenbildung, führte er literarische Salons, in denen sich zahlreiche Intellektuelle trafen. Knapp ein Jahr nach seiner Flucht zu seiner bereits in der Schweiz weilenden Frau verstarb Schwarzwald in Zürich.
Metadaten
13. Februar 1871
in Czernowitz, Galizien
17. August 1939
in Zürich
2. Generation
Lebensstationen

Stationen

  1. 1871
    1871
    Geburt

    Geboren am 13. Februar 1871 in Czernowitz (Galizien) als Sohn jüdischer Eltern im Kronland Bukowina.[1]

  2. ⁦1889–1893⁩
    ⁦1889–1893⁩
    Studium der Rechtswissenschaft— inferiert

    Studium der Rechtswissenschaft an den Universitäten Czernowitz und Wien; Schüler Carl Mengers.

  3. 1893
    1893
    Promotion zum Dr. jur.

    1893 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Czernowitz nach Studium der Rechtswissenschaft an den Universitäten Czernowitz und Wien.[1]

  4. ⁦1895–1897⁩
    ⁦1895–1897⁩
    Gerichtspraxis und Auskultantur

    1895–1897 Gerichtspraxis und Auskultantur in Czernowitz.[1]

  5. ⁦1897–1899⁩
    ⁦1897–1899⁩
    Weiterstudium an der Wiener Rechtsfakultät

    1897–1899 Studium an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien; Schüler Carl Mengers.[1]

  6. ⁦1899–1913⁩
    ⁦1899–1913⁩
    Österreichisches Handelsmuseum

    Eintritt 1899 ins k.k. Österreichische Handelsmuseum für Exportförderung; ab 1900 Sekretär, 1905–1913 stellvertretender Direktor.[1]

  7. ⁦1913–1917⁩
    ⁦1913–1917⁩
    Handelsministerium (Handelspolitische Sektion)

    1913 Wechsel ins Handelsministerium, handelspolitische Sektion.[1]

  8. 1917
    1917
    Wechsel ins Finanzministerium

    1917 Wechsel ins Finanzministerium.[1]

  9. 1918
    1918
    Stellvertretender Direktor des Vereins mährischer Zuckerfabriken

    1918 stellvertretender Direktor des Vereins mährischer Zuckerfabriken in Olmütz und Wien.

  10. ⁦1919–1924⁩
    ⁦1919–1924⁩
    Leiter der Kredit- und Währungssektion

    Von 1919 bis 1924 Leiter der Kredit- und Währungssektion im Finanzministerium; Mitbegründer der Notenbank.[1]

  11. ⁦1924–1925⁩
    ⁦1924–1925⁩
    Generalrat und Präsident der Anglo-Austrian-Bank

    Nach seiner Pensionierung 1924 und 1925 Generalrat und Präsident der Anglo-Austrian-Bank in Wien.[1]

  12. ⁦1925–1929⁩
    ⁦1925–1929⁩
    Verwaltungsratsmandate Banken/Industrie

    1925–1929 Mandate in den Verwaltungsräten verschiedener Banken und Industrieunternehmen.[1]

  13. 1931
    1931
    Direktor der Dynamit Nobel AG

    Seit 1931 Direktor der Dynamit Nobel AG in Preßburg.[1]

  14. 1938
    1938
    Flucht in die Schweiz

    Flucht zu seiner bereits in der Schweiz weilenden Frau Eugenie; verstarb knapp ein Jahr später.

  15. 1939
    1939
    Tod

    Gestorben am 17. August 1939 in Zürich.[1]

Beziehungen

Beeinflussungen

Beeinflusst von · 1
  1. ⁦1889–1899⁩
    ⁦1889–1899⁩

    Studierte Rechtswissenschaft an den Universitäten Czernowitz und Wien und wird in der Bio explizit als Menger-Schüler bezeichnet.[1]

Hermann Schwarzwald im Kontext der gesamten Schule: fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.

QUELLEN ZU STATIONEN UND BEZIEHUNGEN13 Belege · 1 Quelle
Topographie

Wirkungsorte

WERKVERZEICHNIS · CHRONOLOGISCH

Die Bücher

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1914
Geld für Deutschland und Österreich
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o. J.
Währungsreform und Geldverschlechterung
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APA
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