Murray N. Rothbard
Leben und Werk
- 2. März 1926
- 7. Januar 1995
- 4. Generation
Die Folge zu Murray N. Rothbard
Murray N. Rothbard zum Hören: das Leben, die eine Idee, das berühmteste Argument und welches Werk man zuerst liest. Rund 15 Minuten.
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Stationen
- 1945–1956Studium an der Columbia University
Erlangte einen B.A. in Mathematik und einen Ph.D. in Volkswirtschaftslehre an der Columbia University.
- 1949–1959Mises-Privatseminar an der NYU
Begann 1949 nach der Lektuere von Mises' „Human Action" das Privatseminar an der NYU regelmäßig zu besuchen; aktiv bis in die 1970er Jahre. bio_de nennt die 1950er-Jahre als Kernphase.[1]
- 1950–1962Senior Analyst beim William Volker Fund
In den 1950er-Jahren bis 1962 als „senior analyst" mit Forschungsstipendium des William Volker Fund – die finanzielle Basis für Rothbards frühe Hauptwerke.[1]
- 1953Heirat mit JoAnn Schumacher
Heiratete 1953 in New York City JoAnn Beatrice Schumacher; sie blieb bis zu Rothbards Tod 1995 seine Lebenspartnerin.[8]
- 1956Ph.D. Columbia („The Panic of 1819")
Promovierte 1956 mit der Dissertation „The Panic of 1819" an der Columbia University. Die Arbeit war jahrelang verzoegert – Arthur Burns lehnte sie ab; erst nachdem Burns die Columbia-Fakultät verlassen hatte, um Eisenhowers Council of Economic Advisers zu leiten, wurde sie unter Joseph Dorfman akzeptiert.[1]
- 1962„Man, Economy and State“
Erscheinen des zweibändigen Frühwerks „Man, Economy and State“, in dem Rothbard die Ansätze von Mises in Geldtheorie, Monopoltheorie sowie Kapital- und Zinstheorie weiter vertiefte.[1]
- 1963„America’s Great Depression“
Erscheinen von „America’s Great Depression“. Rothbard legte dar, wie die Inflationierung der „Goldenen 20er“ in den Börsencrash von 1929 mündete, und widersprach der keynesianischen Interpretation.[1]
- 1964„What Has Government Done to Our Money?"
Pamphletartige Schrift zur Geldgeschichte und zum staatlichen Eingriff in das Geldsystem; eines der einflussreichsten Goldstandard-Plaedoyers der zweiten Haelfte des 20. Jahrhunderts.[1]
- 1966–1986Professur am Brooklyn Polytechnic Institute
Professor am Brooklyn Polytechnic Institute von 1966 bis 1986.[1]
- 1973„For a New Liberty"
Hauptwerk zur libertaeren Programmschrift; entwirft eine systematische anarchokapitalistische Gesellschaftsordnung.[1]
- 1976Mitgründung Center for Libertarian Studies— ungefähr
Mitbegründer des Center for Libertarian Studies, einer libertaeren Forschungs- und Vortragsorganisation.[6]
- 1977Mitgründung Cato Institute
Mitbegründer des Cato Institute zusammen mit Charles Koch und Edward Crane; später Bruch mit dem Cato Institute. Im selben Jahr Gründung des „Journal of Libertarian Studies".[1]
- 1982Mitgründung Ludwig von Mises Institute
Mitbegründer des Ludwig von Mises Institute in Auburn, Alabama; als Academic Vice-President zentrale akademische Figur des Instituts bis zu seinem Tod.[1]
- 1986–1995Professur an der University of Nevada, Las Vegas
Professor an der University of Nevada in Las Vegas von 1986 bis 1995.[1]
- 1995„An Austrian Perspective on the History of Economic Thought“
Erscheinen des zweibändigen, dogmenhistorischen Werks, das eine umfassende ökonomische Theoriegeschichte aus dem Blickwinkel der Austrians vorlegt.[1]
Beeinflussungen
- 1949–1959
Galt als der vielleicht bedeutendste Mises-Schüler in der Neuen Welt; Rothbard vertiefte die Ansätze seines Lehrers besonders in Geld-, Monopol- sowie Kapital- und Zinstheorie.[1]
- 1956–1956Joseph Dorfman(1904–1991) · US-Wirtschaftsgeschichte
Doktorvater an der Columbia University: nach Burns' Wechsel zu Eisenhowers Council of Economic Advisers wurde die Dissertation „The Panic of 1819" 1956 unter Joseph Dorfman akzeptiert.[1]
- —Arthur Burns(1904–1987) · NBER / US-Notenbank
Ursprünglicher Doktorvater an der Columbia, lehnte die Dissertation „The Panic of 1819" jahrelang ab; Familienbekannter Rothbards. Erst nach Burns' Wechsel zu Eisenhowers Council of Economic Advisers (1953) konnte die Promotion abgeschlossen werden.
- —Milton Friedman(1912–2006) · Chicago School
Intellektueller Gegenpol zu Milton Friedman: Rothbard als radikal-libertaerer austriazistischer Gegenentwurf zur monetaristischen Chicago School, mit zahlreichen öffentlichen Auseinandersetzungen über Geld-, Notenbank- und Konjunkturpolitik.[1]
- 1986–1995
Hoppe ging zu Studienzwecken in die USA und wurde langjähriger Schüler Murray N. Rothbards; er übernahm schließlich dessen Lehrstuhl an der University of Nevada, Las Vegas.[2]
- —Samuel Edward Konkin III(1947–2004) · US-Agorismus
Samuel Edward Konkin III wird in der Wikipedia-EN-Infobox als „notable student" Rothbards aufgeführt; sein Agorismus baut explizit auf Rothbards anarchokapitalistischem Ansatz auf.[3]
- —Walter Block(1941–lebt) · Wiener Schule (zeitgenoessisch)
Walter Block wird in der Wikipedia-EN-Infobox als „notable student" Rothbards geführt; sein Werk steht ausdruecklich in der Rothbard-Tradition.[5]
- 1949–1959
Teilnehmer am Mises-Privatseminar an der NYU von 1949 bis Ende der 1950er-Jahre, mit Aktivität bis in die 1970er Jahre.[1]
- 1950–1962William Volker Fund · US-Libertarismus (Förderfonds)
William Volker Fund förderte Rothbard über zehn Jahre als Senior Analyst und Stipendiat – die finanzielle Basis seiner frühen Hauptwerke.[1]
- 1977–1981Charles Koch(1935–lebt) · US-Libertarismus
Mit Charles Koch und Edward Crane Mitbegründer des Cato Institute 1977; Bruch 1981.[6]
- 1977–1981Edward H. Crane(1944–2026) · US-Libertarismus (Cato)
Mitbegründer des Cato Institute 1977 zusammen mit Edward Crane und Charles Koch; Bruch 1981 (Rothbard wurde aus dem Vorstand entfernt).[7]
- 1980
Garrison war über Jahrzehnte Adjunct Scholar am Mises Institute und teilte mit Rothbard die Verteidigung der Mises-Hayek-Konjunkturtheorie.
- 1982–1995Llewellyn H. Rockwell jr.(1944–lebt) · Wiener Schule / Mises Institute
Mit Lew Rockwell Mitbegründer des Ludwig von Mises Institute (Auburn, Alabama) 1982; Rockwell wird in mises.org/profile als „Institutsgründer" und akademischer Weggefaehrte Rothbards bis zu dessen Tod geführt.[1]
- 1986–1995
Hoppe und Rothbard waren ab 1986 gemeinsam an der University of Nevada, Las Vegas, tätig; nach Rothbards Tod 1995 übernahm Hoppe dessen Lehrstuhl.
Murray N. Rothbard im Kontext der gesamten Schule: fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
Im Stammbaum anzeigen →QUELLEN ZU STATIONEN UND BEZIEHUNGEN29 Belege · 4 Quellen
- [6]Hawley 2016: Right-Wing Critics of American Conservatism, S. 129, 164 · 2×
- [7]Hawley 2016: Right-Wing Critics of American Conservatism, S. 129, 164, 166
Wirkungsorte
Die Bücher
- Mensch, Wirtschaft und Staat2019OriginalDeutsch
- Das Schein-Geld-SystemOriginalDeutsch
Aufsätze, Rezensionen, Vorträge
- APA
- Murray N. Rothbard. (o. D.). Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 7. Oktober 2026, von https://mises.at/murray-n-rothbard
- Chicago
- “Murray N. Rothbard.” o. D. Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 7. Oktober 2026. https://mises.at/murray-n-rothbard.
- Deutsche historische Zitierweise
- Murray N. Rothbard, herausgegeben von mises.at und scholarium, https://mises.at/murray-n-rothbard (abgerufen am 7. Oktober 2026).


