Oskar Morgenstern
Leben und Werk
- 24. Januar 1902
- 26. Juli 1977
- 4. Generation
Stationen
- 1920–1925Studium der Staatswissenschaften— inferiert
Studierte Staatswissenschaften in Wien und wurde bereits während seines Studiums Assistent bei Hans Mayer.
- 1923Assistent bei Hans Mayer— ungefähr
Ab 1923 Assistent am Lehrstuhl für Politische Ökonomie bei Hans Mayer an der Universität Wien.[8]
- 1925–1928Rockefeller Fellowship
Dreijaehrige Rockefeller-Forschungsstipendien-Reise an amerikanischen und europäischen Universitäten.[1]
- 1929Habilitation mit „Wirtschaftsprognose“
Habilitierte sich 1929 mit „Wirtschaftsprognose: Eine Untersuchung ihrer Voraussetzungen und Möglichkeiten“ in Wien.[1]
- 1929–1938Lehrtätigkeit in Wien
Lehrte bis 1938 an der Universität Wien. Mitarbeiter, später Nachfolger Friedrich August von Hayeks am Österreichischen Institut für Konjunkturforschung; Schriftleiter der Zeitschrift für Nationalökonomie, Vorstandsmitglied der Nationalökonomischen Gesellschaft, Berater der Nationalbank und des Handelsministeriums sowie Teilnehmer am Mises-Privatseminar.
- 1930–1938Schriftleiter Zeitschrift für Nationalökonomie
Schriftleiter der „Zeitschrift für Nationalökonomie" von 1930 bis zur erzwungenen Emigration 1938.[1]
- 1931–1938Direktor des Instituts für Konjunkturforschung
Leitete als Nachfolger Friedrich August von Hayeks von 1931 bis 1938 das Österreichische Institut für Konjunkturforschung in Wien.[1]
- 1938Emigration in die USA
Im Zuge des Anschlusses an Hitler-Deutschland 1938 als Institutsleiter abgesetzt und Lehrbefugnis verloren. Emigrierte in die USA und ließ sich an der Universität Princeton nieder.[1]
- 1938–1970Professur Princeton
Professor an der Princeton University von 1938 bis zur Emeritierung 1970; ab 1944 zudem in enger Zusammenarbeit mit John von Neumann am Institute for Advanced Study.[1]
- 1944„Theory of Games and Economic Behaviour“
Publizierte gemeinsam mit dem Mathematiker John von Neumann die bahnbrechende „Theory of Games and Economic Behaviour“.[1]
- 1944Heirat mit Dorothy Young; US-Buergerschaft
Heiratete 1944 Dorothy Young; im selben Jahr Erwerb der US-Staatsbuergerschaft.[9]
- 1963Mitinitiator des IHS
Initiierte 1963 mit anderen die Gründung des Instituts für Höhere Studien (IHS) in Wien und übernahm eine wissenschaftliche Beiratsfunktion.
- 1970–1977Professur New York University
Nach der Princeton-Emeritierung 1970 wechselte er an die New York University und lehrte dort bis zu seinem Tod 1977.[1]
- 1976Großes Goldenes Ehrenzeichen— ungefähr
Erhielt 1976 das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.[1]
Beeinflussungen
- 1925–1925
Wurde bereits während seines Studiums Assistent bei Hans Mayer am Lehrstuhl für Politische Ökonomie der Universität Wien und promovierte 1925 unter ihm.[1]
- —
Strigl pragte laut mises.org-Strigl-Biographie die Denker der vierten Wiener Generation – Hayek, Haberler, Machlup, Morgenstern – als Lehrer wie kaum ein anderer; seine systematische Expositionsweise war im Hörsaal prägend.[4]
- —Lionel W. McKenzie(1919–2010) · US-Neoklassik
Lionel W. McKenzie wird in der Wikipedia-EN-Infobox als Doktorand Morgensterns aufgeführt.[10]
- —Martin Shubik(1926–2018) · Spieltheorie
Martin Shubik wird in der Wikipedia-EN-Infobox als Doktorand Morgensterns geführt; promovierte an der Princeton University in den 1950er-Jahren.[11]
- 1929–1934
Beide Teilnehmer am Mises-Privatseminar; gleichzeitig Vorgaenger/Nachfolger an der Spitze des Konjunkturforschungsinstituts (Hayek bis 1931, Morgenstern 1931-38).[5]
- 1929–1934
Beide Teilnehmer am Mises-Privatseminar; mises.org-Liste führt Machlup und Morgenstern als regelmäßige Teilnehmer.[5]
- 1929–1934
Haberler hielt seine Lehrveranstaltungen an der Universität Wien teilweise gemeinsam mit Oskar Morgenstern.[5]
- 1929–1938
Teilnehmer am Mises-Privatseminar in Wien als Mitglied des inneren Kreises der Österreichischen Schule.[5]
- 1930–1938
Co-Herausgeber der „Zeitschrift für Nationalökonomie" mit Oskar Morgenstern; gemeinsame Verbreitung österreichisch-ökonomischer Ideen.[7]
- 1944–1944John von Neumann(1903–1957) · Spieltheorie / Wiener Kreis (Mathematik)
Publizierte 1944 gemeinsam mit dem Mathematiker John von Neumann die bahnbrechende „Theory of Games and Economic Behaviour" – Geburtsstunde der Spieltheorie.[1]
- —
Morgenstern stand in regem Briefwechsel mit Kauder und ermutigte dessen wissenschaftshistorische Arbeit über die Marginalismusgeschichte.[6]
Oskar Morgenstern im Kontext der gesamten Schule: fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.
Im Stammbaum anzeigen →QUELLEN ZU STATIONEN UND BEZIEHUNGEN27 Belege · 5 Quellen
- [1]NDB: Morgenstern, Oskar · 14×
Wirkungsorte
Die Bücher
- The Limits of Economics1937OriginalEnglisch
- Theory of Games and Economic Behavior, 2nd. ed., revised and enlarged [with John von Neumann]1947OriginalEnglisch
- Theory of Games and Economic Behavior, 3rd edition, revised1953OriginalEnglisch
- Spieltheorie und wirtschaftliches Verhalten1961OriginalDeutsch
- Über die Genauigkeit Wirtschaftlicher Beobachtungen1952OriginalDeutsch
- On the Accuracy of Economic Observations, 2nd completely revised edition1963OriginalEnglisch
- Über die Genauigkeit Wirtschaftlicher Beobachtungen, 2., völig neu bearbeitete und erweiterte Auflage1965OriginalDeutsch
- 経済観測の科学 : 経済統計の正確性1968
- Précision et incertitude des données économiques1972OriginalFranzösisch
Aufsätze, Rezensionen, Vorträge
- APA
- Oskar Morgenstern. (o. D.). Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 17. Oktober 2026, von https://mises.at/oskar-morgenstern
- Chicago
- “Oskar Morgenstern.” o. D. Herausgegeben von mises.at und scholarium. Abgerufen am 17. Oktober 2026. https://mises.at/oskar-morgenstern.
- Deutsche historische Zitierweise
- Oskar Morgenstern, herausgegeben von mises.at und scholarium, https://mises.at/oskar-morgenstern (abgerufen am 17. Oktober 2026).
