FOLIO I · DENKER · GEN. 05 · N° 051

Roland Baader

Werke
17
Artikel
157
Generation
5.
Porträt von Roland Baader
FOL. 05 · N° 051 · Roland Baader
BIOGRAPHIE

Leben und Werk

, Deutschland; † 08. Januar 2012 ebenda); Als ältester von drei Brüdern wurde Roland Baader am 14. Februar 1940 in Kirrlach geboren. Nach seinem Studium der Nationalökonomie in Freiburg, unter anderem bei Friedrich August von Hayek, war er 20 Jahre für das elterliche Textilunternehmen tätig. Nach dem Tod seines Vaters wurde er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens. Im Jahr 1986/87 kam es aufgrund starker Marktveränderungen zur Teilauflösung und dem Verkauf des Unternehmens. Infolgedessen wirkte Roland Baader für den Rest seines Leben als freier Autor und Privatgelehrter. Er schrieb zahlreiche vielbeachtete Bücher und Hunderte Fachartikel. Damit trug er maßgeblich dazu bei, die Tradition der Österreichischen Schule der Nationalökonomie im deutschsprachigen Raum wiederzubeleben. Am 08. Januar 2012 verstarb er nach langer Krankheit im Alter von 71 Jahren in seiner Heimatstadt.
Metadaten
14. Februar 1940
8. Januar 2012
5. Generation
Lebensstationen

Stationen

  1. 1940
    1940
    Geburt

    Geboren am 14. Februar 1940 in Waghäusel (Kirrlach), Deutschland, als ältester von drei Brüdern.

  2. ⁦1961–1968⁩
    ⁦1961–1968⁩
    Studium der Nationalökonomie

    Studium der Nationalökonomie in Freiburg, unter anderem bei Friedrich August von Hayek.

  3. 1968
    1968
    Diplom-Volkswirt bei Hayek

    1968 Abschluss als Diplom-Volkswirt mit einer von F. A. von Hayek betreuten Diplomarbeit.[11]

  4. ⁦1968–1986⁩
    ⁦1968–1986⁩
    Tätigkeit im elterlichen Textilunternehmen— ungefähr

    Rund 20 Jahre im elterlichen Textilunternehmen tätig; nach dem Tod des Vaters geschäftsführender Gesellschafter.

  5. ⁦1986–1987⁩
    ⁦1986–1987⁩
    Teilauflösung und Verkauf des Textilunternehmens

    Im Jahr 1986/87 kam es aufgrund starker Marktveränderungen zur Teilauflösung und dem Verkauf des elterlichen Unternehmens.

  6. ⁦1987–2012⁩
    ⁦1987–2012⁩
    Freier Autor und Privatgelehrter

    Wirkte für den Rest seines Lebens als freier Autor und Privatgelehrter; schrieb zahlreiche vielbeachtete Bücher und Hunderte Fachartikel und trug maßgeblich zur Wiederbelebung der Österreichischen Schule der Nationalökonomie im deutschsprachigen Raum bei.

  7. 1991
    1991
    „Kreide für den Wolf"

    Erscheinen von „Kreide für den Wolf" (1991), Baaders erstes Buch.[1]

  8. 1993
    1993
    „Die Euro-Katastrophe"

    Erscheinen von „Die Euro-Katastrophe" (1993), eine frühe Kritik am Euro-Projekt.[2]

  9. 1995
    1995
    „Die Enkel des Perikles"

    Erscheinen von „Die Enkel des Perikles" (1995).[3]

  10. 1997
    1997
    „Fauler Zauber"

    Erscheinen von „Fauler Zauber" (1997).[4]

  11. 1999
    1999
    „Die belogene Generation"

    Erscheinen von „Die belogene Generation" (1999).[5]

  12. 2000
    2000
    „Logik der Freiheit" (Hg.)

    Herausgabe von „Logik der Freiheit" (2000; 2. Auflage 2008), eine Hayek-Anthologie.[6]

  13. 2002
    2002
    „Totgedacht"

    Erscheinen von „Totgedacht" (2002).[7]

  14. 2004
    2004
    „Geld, Gold und Gottspieler"

    Erscheinen von „Geld, Gold und Gottspieler" (2004).[8]

  15. 2005
    2005
    „Das Kapital am Pranger"

    Erscheinen von „Das Kapital am Pranger" (2005).[9]

  16. 2010
    2010
    „Geldsozialismus"

    Erscheinen von „Geldsozialismus" (2010), Baaders letztes vollendetes Buch.[10]

  17. 2012
    2012
    Tod

    Gestorben am 8. Januar 2012 nach langer Krankheit im Alter von 71 Jahren in seiner Heimatstadt.

  18. 2015
    2015
    Hayek-Medaille (postum)

    2015 wurde Baader posthum die Hayek-Medaille verliehen.[12]

Beziehungen

Beeinflussungen

Beeinflusst von · 1
  1. ⁦1961–1968⁩
    ⁦1961–1968⁩

    Trug mit Schriften und Herausgeber-Anthologie „Logik der Freiheit" maßgeblich dazu bei, die Tradition der Österreichischen Schule und insbesondere Hayeks Werk im deutschsprachigen Raum wiederzubeleben.

Privatseminar, Kollegen, Mont Pèlerin · 1
  1. ⁦1996–2012⁩
    ⁦1996–2012⁩

    Wurde 1996 Mitglied der Mont Pèlerin Society, zu deren Begründern und Kerngestalt Hayek zählte (Hayek selbst verstarb 1992, daher zeitlich nur überlappende Vereinszugehoerigkeit über das Hayek-Vermächtnis).[13]

Roland Baader im Kontext der gesamten Schule: fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.

QUELLEN ZU STATIONEN UND BEZIEHUNGEN13 Belege · 2 Quellen
  • [1]Baader (1991): Kreide für den Wolf
  • [2]Baader (1993): Die Euro-Katastrophe
  • [3]Baader (1995): Die Enkel des Perikles
  • [4]Baader (1997): Fauler Zauber
  • [5]Baader (1999): Die belogene Generation
  • [6]Baader (Hg., 2000): Logik der Freiheit
  • [7]Baader (2002): Totgedacht
  • [8]Baader (2004): Geld, Gold und Gottspieler
  • [9]Baader (2005): Das Kapital am Pranger
  • [10]Baader (2010): Geldsozialismus
Topographie

Wirkungsorte

WERKVERZEICHNIS · CHRONOLOGISCH

Die Bücher

1980er
1988
Gold: Letzte Rettung oder Katastrophe
OriginalDeutsch
1990er
1991
Kreide für den Wolf. Die tödliche Illusion vom besiegten Sozialismus
OriginalDeutsch
1993
Die Euro-Katastrophe
OriginalDeutsch
1995
Die Enkel des Perikles. Liberale Positionen zu Sozialstaat und Gesellschaft (Hrsg.)
OriginalDeutsch
Wider die Wohlfahrtsdiktatur. Zehn liberale Stimmen (Hrsg.)
OriginalDeutsch
1997
Fauler Zauber. Schein und Wirklichkeit des Sozialstaats
OriginalDeutsch
1999
Die belogene Generation Politisch manipuliert statt zukunftsfähig informiert
OriginalDeutsch
2000er
2000
Logik der Freiheit. Ein Ludwig-von-Mises-Brevier (Hrsg.)
OriginalDeutsch
2002
Totgedacht. Warum Intellektuelle unsere Welt zerstören
OriginalDeutsch
2004
Geld, Gold und Gottspieler. Am Vorabend der nächsten Weltwirtschaftskrise
OriginalDeutsch
ARTIKEL · 157 VERZEICHNET

Aufsätze, Rezensionen, Vorträge

1980er
1988
Gold: Politik gegen Geist, in: Klaus Mertens (Hrsg.): Schweizer Wegweiser für Kapitalanlagen.
OriginalDeutsch
1990er
1992
Über den Vertrag von Maastricht, in: Bruno Bandulet (Hrsg.): G&M 10
OriginalDeutsch
Vormundschaftliche Verlobung, in: Walter Hirt (Hrsg.): Wirtschaft aktuell 6/7
OriginalDeutsch
1993
Maastricht: Die Euro-Katastrophe, in: Schweizerzeit
OriginalDeutsch
Sparen als Leistungsmotiv, in: Rheinischer Merkur
OriginalDeutsch
1994
Jeden gleich behandeln, nicht gleich machen (fiktives Interview mit Ludwig von Mises), in: Rheinischer Merkur
OriginalDeutsch
Zwang zur Tugend, in: Rheinischer Merkur
OriginalDeutsch
1995
Das staatliche Gesundheitswesen – ein krankes System, in: Rheinisches Zahnärzteblatt
OriginalDeutsch
Die Argumente müssen zum Sieg führen. Ein rätselhaftes Interview mit Professor Ludwig von Mises, in: liberal, Vierteljahreshefte der Friedrich-Naumann-Stiftung
OriginalDeutsch
Falsche Caritas, in: Schweizerzeit
OriginalDeutsch
APA
Chicago
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