FOLIO I · DENKER · GEN. 05 · N° 052

Vera C. Smith Lutz

Werke
4
Artikel
2
Generation
5.
Porträt von Vera C. Smith LutzPorträt von Vera C. Smith Lutz: Früheres Hauptportrait (1960)
FOL. 05 · N° 052 · Vera C. Smith Lutz
BIOGRAPHIE

Leben und Werk

Vera C. Smith Lutz war eine direkte Schülerin von Friedrich August von Hayek. Unter seiner Ägide schrieb sie ihre Dissertation mit dem Titel „The Rationale of Central Banking and the Free Banking Alternative“. Mit ihrem Werk lieferte sie die wissenschaftliche Grundlage für die sich in der Folge entwickelnde Free-Banking-Bewegung. Neben diesem Grundlagenwerk veröffentlichte sie weitere Schriften, wie zum Beispiel „Italy, a Study in Economic Development (1962)“ und „Central Planning for the Market Economy: An Analysis of the French Theory and Experience (1969)“. Verheiratet war Vera Smith mit dem deutschen Ökonomen Friedrich A. Lutz, mit welchem sie in die USA übersiedelte. Nach ihrer Zeit in den USA, wo sie als Ökonomin für die internationale Finanzsektion der Universität Princeton und den Völkerbund gearbeitet hatte, zog das Ehepaar in die Schweiz. Neben weiteren wissenschaftlichen Veröffentlichungen, die sie mit ihrem Mann verfasste, sind auch ihre Übersetzungsarbeiten einzelner Werke von Wilhelm Röpke, Oskar Morgenstern und Fritz Machlup ins Englische zu nennen.
Metadaten
1. Januar 1912
20. August 1976
in Zürich, Schweiz
5. Generation
Lebensstationen

Stationen

  1. 1912
    1912
    Geburt

    Geboren 1912 in Kent, England.[3]

  2. ⁦1930–1935⁩
    ⁦1930–1935⁩
    Studium an der London School of Economics

    Studium der Volkswirtschaftslehre an der London School of Economics (1930 bis 1935) bei Friedrich August von Hayek, Lionel Robbins, Theodore Gregory und John Hicks.[3]

  3. 1935
    1935
    Dissertation bei Hayek

    Direkte Schülerin Friedrich August von Hayeks; im Mai 1935 reichte sie ihre von Hayek betreute Dissertation „Free Banking, or, A Reconsideration of the Historical and Analytical Basis of Central Banking" (publiziert als „The Rationale of Central Banking and the Free Banking Alternative") an der LSE ein, die zur wissenschaftlichen Grundlage der späteren Free-Banking-Bewegung wurde.[3]

  4. ⁦1935–1937⁩
    ⁦1935–1937⁩
    Forschungsaufenthalt in Freiburg

    Auf Empfehlung Hayeks Forschungsaufenthalt in Freiburg im Breisgau zur Untersuchung des deutschen Geld- und Bankwesens; dort lernte sie Friedrich A. Lutz kennen, der Assistent Walter Euckens war.[3]

  5. 1936
    1936
    „The Rationale of Central Banking"

    Erscheinen ihrer Dissertation als „The Rationale of Central Banking and the Free Banking Alternative" (1936) – wissenschaftliche Grundlage der späteren Free-Banking-Bewegung.[3]

  6. 1937
    1937
    Heirat mit Friedrich A. Lutz

    Verheiratet mit dem deutschen Ökonomen Friedrich A. Lutz, mit dem sie in die USA übersiedelte.[3]

  7. ⁦1938–1953⁩
    ⁦1938–1953⁩
    Tätigkeit in Princeton (International Financial Section, Völkerbund)

    Ab 1938 mit Ehemann in Princeton: Friedrich Lutz als Instructor an der Princeton University, Vera in der International Financial Section und für den nach Princeton evakuierten Völkerbund tätig.[3]

  8. 1951
    1951
    „The Theory of Investment of the Firm" (mit F. A. Lutz)

    Mit Friedrich A. Lutz veröffentlichte „The Theory of Investment of the Firm" (1951), prägend für die moderne Kapitaltheorie.[2]

  9. 1953
    1953
    Übersiedlung in die Schweiz

    Nach ihrer Zeit in den USA zog das Ehepaar Lutz in die Schweiz; Friedrich A. Lutz war ab 1953 an der ETH Zürich.[3]

  10. 1962
    1962
    „Italy, a Study in Economic Development“

    Veröffentlichung von „Italy, a Study in Economic Development“.[3]

  11. 1969
    1969
    „Central Planning for the Market Economy“

    Veröffentlichung von „Central Planning for the Market Economy: An Analysis of the French Theory and Experience“.

  12. 1976
    1976
    Tod

    Gestorben 1976 in Zürich, Schweiz.[3]

Beziehungen

Beeinflussungen

Beeinflusst von · 5
  1. ⁦1930–1935⁩
    ⁦1930–1935⁩

    Direkte Schülerin Friedrich August von Hayeks; reichte 1935 ihre von Hayek betreute Dissertation „The Rationale of Central Banking and the Free Banking Alternative" an der LSE ein.[1]

  2. ⁦1930–1935⁩
    ⁦1930–1935⁩
    John Hicks⁦(1904–1989)⁩ · Britische Neoklassik

    Studierte 1930-1935 an der LSE auch bei John Hicks.[3]

  3. ⁦1930–1935⁩
    ⁦1930–1935⁩
    Lionel Robbins⁦(1898–1984)⁩ · LSE

    Studierte 1930-1935 an der LSE auch bei Lionel Robbins.[3]

  4. ⁦1930–1935⁩
    ⁦1930–1935⁩
    Theodore E. Gregory⁦(1890–1970)⁩ · LSE

    Studierte 1930-1935 an der LSE auch bei Theodore Gregory.[3]

  5. ⁦1935–1937⁩
    ⁦1935–1937⁩
    Walter Eucken⁦(1891–1950)⁩ · Ordoliberalismus

    Auf Hayeks Empfehlung 1935-1937 Forschungsaufenthalt in Freiburg im Breisgau zur Untersuchung des deutschen Geld- und Bankwesens; durch ihre Verbindung zur Freiburger Schule um Walter Eucken (Doktorvater ihres späteren Mannes Friedrich Lutz) wurde ihre Pruegung erweitert.[3]

Beeinflusste · 1
  1. —
    —
    Wilhelm Röpke⁦(1899–1966)⁩ · Ordoliberalismus

    Übersetzte Werke Wilhelm Röpkes ins Englische.

Privatseminar, Kollegen, Mont Pèlerin · 2
  1. ⁦1937–1976⁩
    ⁦1937–1976⁩
    Friedrich A. Lutz⁦(1901–1975)⁩ · Wiener / Princeton

    Verheiratet mit dem deutschen Ökonomen Friedrich A. Lutz; verfasste mit ihm gemeinsam wissenschaftliche Arbeiten, darunter „The Theory of Investment of the Firm“ (1951).[3]

  2. ⁦1948–1976⁩
    ⁦1948–1976⁩

    Wurde 1948, ein Jahr nach Gründung der Mont Pèlerin Society durch Hayek, gemeinsam mit ihrem Mann Friedrich A. Lutz Mitglied der Gesellschaft; Friedrich Lutz später zweimal Präsident der MPS.[3]

Vera C. Smith Lutz im Kontext der gesamten Schule: fünf Generationen, ihre Lehrer-Schüler-Linien, Zirkel und Kollegenschaften.

QUELLEN ZU STATIONEN UND BEZIEHUNGEN20 Belege · 3 Quellen
  • [2]Lutz & Lutz (1951): Theory of Investment of the Firm
Topographie

Wirkungsorte

WERKVERZEICHNIS · CHRONOLOGISCH

Die Bücher

1930er
1936
Diese Untersuchung geht der Frage nach, warum die Notenausgabe zu einer Ausnahme von den Laissez-faire-Prinzipien wurde und warum man dem Zentralbankwesen den Vorzug vor einem freien Bankwesen mit Wettbewerb in der Notenausgabe gab. Das Buch, ursprünglich eine 1935 unter Friedrich Hayek an der London School of Economics verfasste Dissertation, zeichnet zunächst die Bankengeschichte Englands, Schottlands, Frankreichs, der Vereinigten Staaten und Deutschlands nach und zeigt, wie Monopole in der Notenausgabe weitgehend aus politischen Motiven und den Erfordernissen der Staatsfinanzen entstanden. Anschließend behandelt es die theoretischen Debatten des neunzehnten Jahrhunderts in jedem dieser Länder und ordnet die Autoren nach ihrer Haltung zur Currency- und zur Banking-Schule sowie zur Frage des Zentralbankwesens gegenüber dem freien Bankwesen. Ein abschließendes Kapitel prüft die wichtigsten Argumente für das Zentralbankwesen erneut, darunter Bankenzusammenbrüche, konjunkturelle Instabilität, den Kreditgeber letzter Instanz, eine rationale Geldpolitik und internationale Zusammenarbeit. Ein Anhang arbeitet den Clearing-Mechanismus anhand von Rechenbeispielen durch.
OriginalEnglisch
1950er
1951
Theory of Investment of the Firm [with Friedrich Lutz]
OriginalEnglisch
1960er
1963
Italy, a Study in Economic Development
OriginalEnglisch
1969
Central Planning for the Market Economy: An Analysis of the French Theory and Experience
OriginalEnglisch
ARTIKEL · 2 VERZEICHNET

Aufsätze, Rezensionen, Vorträge

1950er
1952
Real and Monetary Factors in the Determination of Employment Levels
OriginalEnglisch
1955
Multiplier and Velocity Analysis: A Marriage
OriginalEnglisch
APA
Chicago
Deutsche historische Zitierweise